Friedliche Demonstration der "Bewegung Mitteldeutschland" für Freiheit, Frieden und die Wiederherstellung der Grundrechte am 8. August in Halle.

Friedliche Demonstration der "Bewegung Mitteldeutschland" für Freiheit, Frieden und die Wiederherstellung der Grundrechte am 8. August in Halle.

Die fortgesetzte Aufklärung, wissenschaftliche Begründung und offene Diskussion der in der Corona-Krise verordneten Maßnahmen ist ein Herzensanliegen vieler Bürger dieses Landes - auch wenn nicht jeder dies öffentlich verlautbaren lässt. Auch in Halle versammelten sich, parallel zu den zahlreichen Kundgebungen am Wochenende im gesamten Bundesgebiet, wieder viele Menschen auf dem Marktplatz, um nach Redebeiträgen und musikalischen Darbietungen in einem Stadtrundgang ihren Interessen und Sorgen öffentlich Ausdruck zu geben.

 

Der Tenor der etwa 200 Teilnehmer aus mehreren ostdeutschen Bundesländern lautete: Lasst uns gemeinsam friedlich eintreten für eine lebenswerte Zukunft für uns, unsere Kinder und Enkelkinder. Lasst uns die Fragen stellen, die zu transparenter Information über das gegenwärtige Geschehen rund um die Corona-Krise führen und die offene Diskussion der damit verbundenen vielfältigen Kollateralschäden ermöglichen. Und lasst uns unser Selbstverständnis als mündige Menschen und Bürger wahrnehmen - Demokratie heißt nicht Wahlzettel abgeben, sondern mitbestimmen, mitdiskutieren, mitverantwortlich sein.

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Dieses grundsätzliche Anliegen, so betonten die Veranstalter der lokalen Initiative "Bewegung Halle", habe nichts mit dem Austragen politischer Gesinnungen zu tun. "Wir als überparteiliche Friedens- und Freiheitsinitiative distanzieren uns ausdrücklich von weltanschaulichen Instrumentalisierungen unseres Interessenbündnisses - insbesondere dann, wenn damit Positionen verbunden sind, die nicht auf dem Boden unseres Grundgesetzes stehen, die geschichtsrevisionistisch sind, antihumanistisch, hetzerisch und politisch rechts. Unsere Botschaft lautet: Frieden und Dialog, Gewaltverzicht und Liebe, Freiheit und Aufklärung - und zwar zusammen und nicht gegeneinander" - so die Moderation der Veranstalter am Kundgebungstag auf Halles Marktplatz.

Ungeachtet dieser klaren Positionierung der städteübergreifenden Initiative "Mitteldeutschland bewegt sich" - unter anderem waren Delegationen der Städte Magdeburg, Naumburg, Leipzig u.a. angereist - schlossen sich dem stimmungsvollen Zug durch die Hallesche Innenstadt vereinzelt Vertreter der genannten Gruppierungen an. Eine umsichtig und verständnisvoll agierende Polizei hatte alle Hände voll zu tun, die daraus entstehenden Provokationen abzufangen und den friedlichen Demonstrationscharakter zu wahren. Dennoch waren Teilnehmer der Kundgebung irritiert. Sie fühlten sich von fremden Störern innerhalb wie außerhalb des Zuges in ihrem Ansinnen einer friedlichen Botschaft verletzt.

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Eine Teilnehmerin fasste am Schluss der Kundgebung dann auch zusammen: "Es muss uns besser gelingen, unsere Kundgebungen zu schützen vor mutwilligen Störern,  vor unsachlichen politischen Vereinnahmungen egal welcher Couleur. Wir sind hier als freie Menschen mit friedlicher Botschaft, und diese Botschaft ist uns wichtig, sie darf nicht in den allgemeinen politischen Lagerbildungen nach dem rechts-links-Schema untergehen, das interessiert uns nicht. Wir werden auch in Zukunft wieder zusammenkommen, auch in Halle. Aber wir werden uns besser schützen gegenüber jenen, die unseren Anspruch auf freie kritische Meinungsäußerung, auf Aufklärung und demokratische Mitbestimmung verunglimpfen wollen. Denn nicht die Spaltung, sondern nur die gemeinschaftliche Verbundenheit friedliebender Menschen wird uns helfen, die Herausforderungen einer vielfach Sorgen auslösenden Gegenwart zu meistern. Wir sind offen für alle, die sich kritisch und konstruktiv beteiligen, auf basisdemokratische Weise Zukunft zu gestalten. Es geht um uns alle." 


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