Mit dem PCR - Test  steht und fällt die Pandemie

Mit dem PCR - Test steht und fällt die Pandemie

Während die Welt weiterhin auf das Ergebnis der neuerlichen Begutachtung der Corman-Drosten-PCR-Test-Studie durch das Journal Eurosurveillance wartet, haben die 22 Wissenschaftler, die am 27. November 2020 den Rückzugsantrag wegen massiver Fehler und Interessenkonflikte eingereicht hatten, nachgelegt:

In einem Addendum zum Rückzugsantrag zeigen sie, dass auch unabhängige Forschungsgruppen (einige davon sogar mit Corman und/oder Drosten als Autor) wichtige Bedenken gegenüber dem ursprünglichen Manuskript und dem von der WHO verbreiteten PCR-Protokoll von Corman et al. vorgetragen haben.

 

17 von 20 der untersuchten Publikationen, die die Leistungsfähigkeit des PCR-Protokolls von Corman et al. in der Laboranwendung zum Inhalt hatten, thematisierten Probleme mit fehlerhaftem Primerdesign (Mismatches, Dimerbildung, Schmelztemperatur) im SARS-CoV-2 spezifischen “Bestätigungstest” namens RdRp-PCR für “RNA-abhängige RNA-Polymerase” oder dem E-Gen-Assay.

Zu den in den Publikationen aufgezeigten Problemen gehören:
● Dokumentierte Primer-Dimere und False Positives in Nicht-Template-Kontrollen (NTCs)
● Dokumentierte schlechte Sensitivität und False Negatives im Vergleich zu anderen Assays
● Keine interne Kontrolle zur Normalisierung der Variabilität bei der Probenvorbereitung und deren Auswirkung auf die Abschätzung der Viruslast
● Kein definiertes Ct, um Proben als “positive Fälle” zu bezeichnen
● Schlecht dokumentierte Positivkontrollen und Sequenzen, die in der Studie verwendet wurden

Insbesondere die Kritik hinsichtlich der fehlenden Kontrollen wiegt schwer: Die Wissenschaftler zitieren mehrere Studien, die die Wichtigkeit interner Kontrollen bei der Beurteilung der Viruslast unterstreichen und zugleich das Fehlen solcher interner Kontrollen in der qPCR-Methode von Corman et al. kritisieren. Die internen Kontrollen sind erforderlich, um die Varianz der Abstrichproben zu normalisieren und sie sind entscheidend für die Interpretation der Viruslast. Im Corman PCR-Protokoll sind sie nicht vorhanden.

Mehrere Wissenschaftler zeigten sich zudem irritiert hinsichtlich der von Corman et al. bereitgestellten Informationen in der Datenbank des National Center for Biotechnology Information (NBCI), in der weltweit Test-Sequenzen erfasst werden. In den zur Verfügung gestellten Sequenzen fehlen zwei der Zielgen-Sequenzen des Corman/Drosten-Papers. Die einzigen Sequenzen, auf die im Manuskript verwiesen wird, sind aufgelistet (KC633203, KC633204, KC633201, GU190221, GU190222, GU190223) und keine dieser Sequenzen stimmt mit denen in der Studie angegeben N- und E-Gen-Primern überein. Dies stellt nicht nur ihre Validierung in Frage, sondern verhindert auch, dass andere Forscher die in Corman et al. vorgestellte Arbeit reproduzieren können.

Angesichts dieser nach Einschätzung der 22 Wissenschafterinnen und Wissenschaftlern doch sehr deutlichen Ungereimten ist es um so erstaunlicher, dass der Review Prozess bei Eurosurveillance, dessen Herausgebergremium Prof. Drosten und eine Co-Autorin der Studie selbst angehören, in der Rekord-Zeitspanne von maximal 27,5 Stunden erfolgt ist. Möglicherweise ist das Papier aber sogar in lediglich 3,5 Stunden durchgewunken worden, wie eine Analyse des Einreichungsprozesses im Addendum zeigt. Verblüffend, dass das Journal nun für die Auseinandersetzung mit den Vorwürfen der Wissenschafter zwei Monate benötigen will. Eine inhaltliche Antwort hatte das Magazin bis zum 31. Januar in Aussicht gestellt.

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Am 11. Januar 2020: “Vielen Dank für Ihre E-Mail und Entschuldigung für die verspätete Antwort. Dies ist das erste Mal, dass sich Eurosurveillance zeitgleich mit kritischen Kommentaren zum wissenschaftlichen Inhalt, zur Bearbeitung der Artikel und zur redaktionellen Transparenz konfrontiert ist. Das Redaktionsteam untersucht die kritischen Kommentare rund um den Artikel von Corman et al., um diese vollständig beantworten zu können. Eurosurveillance wurde 1995 gegründet und wird seit 2007 vom Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten herausgegeben. Bis jetzt hat die Zeitschrift noch keine einzige veröffentlichte Arbeit zurückziehen müssen.”

Auf den nun in die Kritik geratenen wissenschaftlichen Darstelllungen des sogenannten Drosten-Papers basiert das massive, weltweite Testgeschehen, das Ursache für viele Quarantäneschicksale, für Behandlungsprotokolle und die Lockdownentscheidungen nahezu aller der Regierungen auf der Welt mit ihren wirtschaftlichen und sozialen Folgen ist.




Ein weiterer Kritikpunkt am CD-Report betrifft die Diskussion um angemessene
Ergebnisse:
Wir stellen 20 wissenschaftliche Publikationen vor, die die Leistungsfähigkeit des PCR-Protokolls von Corman et al. im “Nasslabor” belegen. Von diesen fanden 17 Probleme mit fehlerhaftem Primerdesign (Mismatches, Dimerbildung, Schmelztemperatur) im SARS-CoV-2 spezifischen “Bestätigungstest” namens RdRp-PCR für “RNA-abhängige RNA-Polymerase” oder dem E-Gen-Assay.
Zu diesen dokumentierten Problemen gehören:
● Dokumentierte Primer-Dimere und False Positives in Nicht-Template-Kontrollen (NTCs)
● Dokumentierte schlechte Sensitivität und False Negatives im Vergleich zu anderen Assays
● Keine interne Kontrolle zur Normalisierung der Variabilität bei der Probenvorbereitung und deren Auswirkung auf die Abschätzung der viralen
Abschätzung der Viruslast
● Kein definiertes Ct, um Proben als “positive Fälle” zu bezeichnen
● Schlecht dokumentierte Positivkontrollen und Sequenzen, die in der Studie verwendet wurden
Schlussfolgerung:
Wir sind der Meinung, dass die in diesem Addendum aufgeführten Referenzen den wissenschaftlichen Konsens in der Literatur bezüglich der Mängel der ursprünglichen PCR-Nachweismethode für SARs-CoV-2 auflisten, die von Corman et al. veröffentlicht wurde. Da mehrere wichtige Fehler in Fachzeitschriften mit Peer-Review veröffentlicht wurden, stellt das Fehlen einer Korrektur des ursprünglichen PCR-Protokolls entweder durch Eurosurveillance oder als Update im Charité-WHO-Protokoll die wissenschaftliche Integrität der Autoren von Corman et al. in Frage. Die Schnelligkeit des Peer-Reviews und die Interessenkonflikte sind sogar noch beunruhigender.


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